Restschuld berechnen
Inhaltsverzeichnis
Kurz erklärt
Die Restschuld ist der Betrag, der von Ihrem Darlehen am Ende der Zinsbindung noch offen
ist. Sie berechnen die Restschuld aus vier Angaben: ursprüngliche Darlehenssumme,
Startdatum, damaliger Sollzins und anfängliche Tilgung. Die Höhe der Restschuld ist die Grundlage für jedes Angebot zur Anschlussfinanzierung. Ohne sie kann Ihnen keine Bank etwas
Verbindliches nennen.
Die meisten Eigentümer kennen die Höhe ihrer künftigen Restschuld nicht. Sie steht in einem
Tilgungsplan, den kaum jemand liest, und wird erst dann wichtig, wenn das Ende der
Zinsbindung näher rückt. Diese Seite führt Sie in drei Schritten durch die Zahlen, die Sie
dafür brauchen.
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Restschuld berechnen
Tragen Sie die Daten aus Ihrem Kreditvertrag ein. Der Rechner ermittelt die Höhe der Restschuld zum Stichtag und zeigt als Gegenprobe die monatliche Rate. Stimmt
diese Rate mit Ihrem Kontoauszug überein, sind Ihre Eingaben richtig.Ihre Restschuld zum Ende der Zinsbindung
Aus den Daten Ihres laufenden Darlehens. Sie brauchen nur den Kreditvertrag.
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€–
Restschuld zum Ende der Zinsbindung
- Ihre monatliche Rate
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- Bis dahin getilgt
- –
- Anteil am Darlehen
- –
- Wirkung Ihrer Sondertilgungen
- –
- Ohne Änderung schuldenfrei nach
- –
Annuitätendarlehen mit gleichbleibender Rate. Die Zahl ist eine sehr gute Näherung,
verbindlich ist allein die Restschuldbescheinigung Ihrer Bank. -
Sehen, was die Restschuld für Ihre Rate bedeutet
Wer zwischen 2015 und 2021 finanziert hat, zahlt heute oft unter zwei Prozent
Zinsen. Für die verbliebene Restschuld gelten künftig die Zinsen von morgen. Dieser Rechner zeigt, wie stark die monatliche Belastung dadurch steigt und welche Monatsrate auf Sie zukommt.Ihre neue Rate im Zinsvergleich
Was aus Ihrer Rate wird, wenn die alte Zinsbindung ausläuft.
€
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Veränderung Ihrer Monatsrate
- Heutige Rate
- –
- Neue Rate
- –
- Unterschied pro Jahr
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Ihre Rate in verschiedenen Zinsszenarien. Die letzten beiden Spalten
zeigen, was passiert, wenn Sie die heutige Rate einfach beibehalten.Sollzins Neue Rate Unterschied Tilgung bei gleicher Rate Dann schuldenfrei nach Die Rate ergibt sich aus Sollzins und Tilgung auf die Restschuld.
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Den Termin sichern
Der teuerste Fehler bei der Anschlussfinanzierung ist, den Stichtag zu
verpassen. Dann läuft das Darlehen zu einem variablen Zinssatz weiter. Legen Sie
sich die Fristen in den Kalender, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse.Fristen in den Kalender legen
Ohne Anmeldung, ohne E-Mail-Adresse. Die Datei entsteht in Ihrem Browser.
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bis zum Ende Ihrer Zinsbindung
Die Datei im ICS-Format öffnen Apple Kalender, Google Kalender, Outlook und
Thunderbird direkt. Jeder Termin erinnert zusätzlich eine Woche vorher.
Wie die Restschuld entsteht
Eine Baufinanzierung läuft als Annuitätendarlehen: Die monatliche Rate bleibt gleich, die Aufteilung zwischen Zins und Tilgung verschiebt sich. Am Anfang ist die Restschuld hoch,
also fällt der Zinsanteil groß aus und es bleibt wenig für die Tilgung übrig. Erst mit den
Jahren dreht sich das Verhältnis.
Weil die Sollzinsbindung fast immer kürzer läuft als die Laufzeit des Darlehens, bleibt am Ende eine Restschuld übrig. Ihre Höhe hängt vor allem am Tilgungssatz:
| Anfängliche Tilgung | Monatliche Rate | Restschuld nach 10 Jahren | Bereits getilgt |
|---|---|---|---|
| 1,0 % | 1.000 € | 219.000 € | 31.000 € |
| 2,0 % | 1.208 € | 189.000 € | 61.000 € |
| 3,0 % | 1.417 € | 160.000 € | 90.000 € |
| 4,0 % | 1.625 € | 131.000 € | 119.000 € |
Zwischen einem und vier Prozent Tilgung liegen 88.000 Euro Restschuld. Das ist der
Betrag, den Sie später zu unbekannten Konditionen weiterfinanzieren müssen. Wer die
Restschuld klein hält, verkleinert damit auch sein Zinsrisiko.
Ein Beispiel: was aus 250.000 Euro wird
Familie Vogt hat im Juni 2016 eine Baufinanzierung über 250.000 Euro abgeschlossen.
Sollzins 1,60 Prozent, anfängliche Tilgung 2,0 Prozent, Sollzinsbindung 15 Jahre. Die
monatliche Rate beträgt 750 Euro. Im Juni 2031 endet die Zinsbindung.
| Nach | Getilgt | Restschuld | Anteil bezahlt |
|---|---|---|---|
| 5 Jahren | 26.000 € | 224.000 € | 10 % |
| 10 Jahren | 54.200 € | 195.800 € | 22 % |
| 15 Jahren (Ablauf) | 84.700 € | 165.300 € | 34 % |
Nach 15 Jahren ist gut ein Drittel der Darlehenssumme bezahlt. Für die verbliebene Restschuld von 165.300 Euro braucht die Familie eine Anschlussfinanzierung. Bei einem Sollzins von 3,80 Prozent statt 1,60 Prozent und gleichem Tilgungssatz steigt die Monatsrate von 750 auf rund 799 Euro. Das klingt harmlos, weil die Restschuld inzwischen geringer ist.
Der Haken liegt woanders. Mit 2,0 Prozent Tilgung würde die Familie erst 28 Jahre nach dem Wechsel schuldenfrei, ursprünglich geplant waren noch 22 Jahre. Um den alten Endtermin zu halten, braucht sie eine höhere Tilgung von rund 2,95 Prozent. Die Monatsrate liegt dann bei etwa 929 Euro, also 179 Euro mehr als heute oder 2.152 Euro pro Jahr.
Genau diese Rechnung macht der Ratenschock-Rechner weiter oben. Wer sie kennt, kann
frühzeitig gegensteuern: mit einer höheren Tilgung heute, mit Sondertilgungen oder mit
einem Forward-Darlehen.
Was die Höhe der Restschuld beeinflusst
Vier Stellschrauben entscheiden darüber, wie viel am Ende offen bleibt:
- Höhe der anfänglichen Tilgung. Der stärkste Hebel. Jeder Prozentpunkt mehr senkt die Restschuld nach zehn Jahren um rund 30.000 Euro bei einem Darlehen von 250.000 Euro. Eine hohe Tilgung wirkt schnell.
- Länge der Sollzinsbindung. Je kürzer Sie den Zins binden, desto höher die Restschuld nach Ablauf. Bei fünf Jahren bleiben von 250.000 Euro noch rund 214.000
Euro offen, bei 20 Jahren nur noch etwa 121.000 Euro. - Sondertilgungen. Meist fünf Prozent der Darlehenssumme pro Jahr. Sie wirken doppelt: Die Restschuld sinkt sofort, und auf den getilgten Betrag fallen ab dann keine Zinsen mehr an. Eine Sondertilgung im
dritten Jahr bringt deutlich mehr als dieselbe Summe im fünfzehnten. - Höhe des Zinssatzes. Ein niedriger Sollzins bedeutet bei gleicher Monatsrate mehr Tilgung. Deshalb sinkt die Restschuld in Niedrigzinsphasen schneller.
Was Sie mit der Restschuld machen
Für die verbliebene Restschuld haben Sie drei Möglichkeiten, den Rest zu finanzieren. Welche Möglichkeit die günstigste ist, entscheidet der Zinssatz:
| Weg | Was passiert | Typische Konditionen |
|---|---|---|
| Prolongation | Die Restschuld läuft bei Ihrer bisherigen Bank weiter | meist über Marktniveau |
| Umschuldung | Eine neue Bank löst die Restschuld ab | oft der günstigste Zinssatz |
| Forward-Darlehen | Sie sichern die Konditionen für die Restschuld schon heute | heutiger Zins plus Aufschlag |
Die Umschuldung ist dabei in vielen Fällen die günstigste Variante, weil eine neue Bank die Restschuld zu Marktkonditionen übernimmt. Alle drei Wege vergleichen wir unter
Anschlussfinanzierung. Wenn Ihre Zinsbindung erst in
ein bis fünf Jahren endet, lohnt zusätzlich ein Blick auf das
Forward-Darlehen.
Restschuld und Beleihungsauslauf
Die Restschuld bestimmt zusammen mit dem Immobilienwert Ihren Beleihungsauslauf, und
der wiederum den Zinssatz. Banken staffeln ihre Konditionen in Stufen bei 60, 70, 80 und
90 Prozent. Wer knapp über einer dieser Schwellen liegt, zahlt spürbar mehr, als nötig
wäre.
Weil die Immobilienwerte seit dem Kauf meist gestiegen sind und Sie mehrere Jahre
getilgt haben, liegt Ihr Beleihungsauslauf bei der Anschlussfinanzierung oft deutlich
niedriger als bei der Erstfinanzierung. Bei niedriger Restschuld und gestiegenem Immobilienwert kann eine überschaubare Sondertilgung Sie unter die nächste Schwelle bringen. Der Rechner dafür steht unter
Bauzinsen.
Häufige Fragen zur Restschuld
Wie kann ich meine Restschuld berechnen?
Aus vier Angaben: ursprüngliche Darlehenssumme, Beginn der Finanzierung, damaliger
Sollzins und anfängliche Tilgung. Der Rechner auf dieser Seite ermittelt daraus die
Restschuld zu jedem Stichtag. Als Gegenprobe zeigt er die monatliche Rate: Stimmt sie mit
Ihrem Kontoauszug überein, sind die Eingaben korrekt.
Wo finde ich meine Restschuld?
Im Tilgungsplan, den Sie beim Abschluss des Darlehens bekommen haben, oder in der
Jahresmitteilung Ihrer Bank. Den verbindlichen Wert zum Stichtag nennt die
Restschuldbescheinigung, die Sie formlos anfordern können.
Wie hoch ist eine normale Restschuld nach zehn Jahren?
Bei zwei Prozent anfänglicher Tilgung bleiben nach zehn Jahren rund 75 Prozent der
ursprünglichen Darlehenssumme offen. Von 250.000 Euro sind das etwa 189.000 Euro. Mit drei
Prozent Tilgung sinkt die Restschuld auf rund 160.000 Euro.
Kann ich die Restschuld auf einmal zurückzahlen?
Zum Ende der Zinsbindung ja, und zwar ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Während der
laufenden Zinsbindung geht das nur in Ausnahmefällen, etwa beim Verkauf der Immobilie, und
dann verlangt die Bank einen Ausgleich für die entgangenen Zinsen.
Verändern Sondertilgungen die Restschuld stark?
Ja, und zwar stärker als die eingezahlte Summe vermuten lässt. Auf den getilgten Betrag
fallen ab sofort keine Zinsen mehr an, dieser Effekt verzinst sich über die Restlaufzeit
mit. 10.000 Euro Sondertilgung im dritten Jahr senken die Restschuld nach zehn Jahren um
deutlich mehr als 10.000 Euro.
Was passiert mit der Restschuld, wenn ich nichts unternehme?
Sie läuft zu einem variablen Zinssatz weiter, der in der Regel deutlich über dem
Marktniveau liegt. Diesen Vertrag können Sie nach § 489 Abs. 2 BGB jederzeit mit drei
Monaten Frist kündigen, verlieren in der Zwischenzeit aber Geld.